Die Schlacht von Waterloo / Belle Alliance
"Für Königin Luise!"


Es war jetzt fast fünf Jahre her, seit die junge, preußische Königin gestorben war. Am Sonntag, dem 18. Juni 1815 tobte die Schlacht von Waterloo bereits seit 11 Uhr. Nach 18 Uhr hatte schließlich Napoleons General Ney in Wellingtons hinterer Linie eine Lücke gefunden. Ein englischer Offizier bat den Herzog um Verstärkung. Dieser antwortete, er hätte keine. Die Antwort des Offiziers war: "In Ordnung, Excellenz, wir stehen, bis der letzte Mann gefallen ist." Der englische Offizier, Hauptmann Gould, meinte: "Ich fürchte, es ist alles vorbei." In diesem Augenblick desertierte ein hannoversches Regiment, floh nach Brüssel und rief: "Die Schlacht ist verloren! Die Franzosen kommen!" Aber es waren die Preußen, die kamen! Feldmarschall Fürst Blücher hatte 30 000 Preußen unter dem Kommando von General Friedrich Wilhelm v. Bülow geschickt. Sie griffen die Franzosen mit großer Wut an und verbreiteten Angst und Chaos. Immer wieder konnte man den Ausruf hören: "Für Königin Luise!"

Die zwei Sieger trafen sich auf der Straße nahe bei La Belle Alliance (Blücher wollte die Schlacht nach diesem sinngebenden Ortsnamen benennen, Wellington zog aber Waterloo vor). 25 000 Franzosen waren gefallen, 8 000 waren in Gefangenschaft geraten. Wellington hatte 15 000, Blücher 7 000 Mann verloren. Wellington und Blücher umarmten sich, und der Herzog sah Tränen in den Augen des 72jährigen Fürsten. Während Wellington sich nach Brüssel begab, um eine Ruhepause einzulegen und einen Ball zu arrangieren, führte Blücher die Verfolgung Napoleons mit aller Macht fort. Am 3. Juli 1815 stand Gebhard Leberecht v. Blücher am Abhang von Montmartre. Als er die weiße Fahne über Paris sah, mit der sich die Stadt ergab, rief er: "Jetzt kann unsere Luise in Frieden ruhen."

nach: Ursula's History Web